Session
Wissenschaftspraxis als neue (alte!) Haltung: Hochschulprogramme gestalten
In den „Empfehlungen für eine zukunftsfähige Ausgestaltung von Studium und Lehre“ des Wissenschaftsrates (2022) wird dazu geraten, „das Hochschulstudium stärker als einen ganzheitlichen Bildungsprozess“ (S. 7) zu sehen. Dies bedeutet vor allem, Lehre, Forschung und Praxis nicht mehr als Antagonisten zu sehen, sondern als sich gegenseitig bereichernde Modi Vivendi zu begrüßen.
Doch wie kann diese „Wissenschaftspraxis“ funktionieren, wenn hohe Lehrdeputate, wenig nachhaltiges Arbeiten durch Publikations- und Drittmitteldruck und konsumorientierte Studierende hochschultyp-übergreifend beklagt werden? Wenn also die „Muße“ (Huber 1991, S. 193) für komplexes und vernetztes Lernen und Lehren zu fehlen scheint?
Wir stellen zwei Maßnahmen an der TH Köln vor, die für unterschiedliche Zielgruppen ähnliches erreichen wollen: Das auf fünf Jahre angelegte Projekt PLan_CV („Professur-Laufbahn an HAW neu denken: Collaboration und Vernetzung“) und das verstetigte Neuberufenenprogramm „Coaching für Wissenschaftspraxis. Lehre, Forschung und Transfer vernetzen“. Wir möchten unsere Ideen präsentieren und mit den Teilnehmenden unseres Workshops diskutieren.
Antonia Wunderlich
TH Köln, Leitung Neuberufenenprogramm
Köln, Germany
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