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500 Bewerbungen später: Warum ich keinen Agile Coach eingestellt habe

Wir haben bei Spaceteams eine Rolle ausgeschrieben, die man durchaus als „Agile Coach nah“ lesen konnte. Innerhalb kürzester Zeit erhielten wir über 500 Bewerbungen. Und je mehr Bewerbungen ich gelesen habe, desto stärker wurde eine unbequeme Erkenntnis: Ich wollte keinen klassischen Agile Coach einstellen.

Nicht weil Agilität plötzlich unwichtig geworden ist. Im Gegenteil. Viele agile Prinzipien sind heute relevanter denn je. Aber die Anforderungen an Wissensarbeit haben sich verändert. Unternehmen stehen unter wirtschaftlichem Druck, Teams müssen schneller lernen, Produkte wirksamer liefern und Entscheidungen näher am echten Geschäft treffen.

Dabei ist mir aufgefallen: Viele Agile Coaches haben sich in den letzten Jahren zu weit vom eigentlichen Geschäft entfernt. Methodenwissen war häufig vorhanden — aber Produktverständnis, technische Nähe oder messbarer Business Impact deutlich seltener.

In diesem Vortrag teile ich meine Sicht auf die Krise der Agile-Coach-Rolle und warum ich glaube, dass reine Methodenkompetenz heute oft nicht mehr ausreicht. Gleichzeitig geht es nicht um einen Abgesang auf Agilität, sondern um die Frage, wie sich die Rolle weiterentwickeln kann.

Denn die Coaches, die auch in Zukunft gebraucht werden, sind aus meiner Sicht diejenigen, die Teams helfen, echte Probleme zu lösen: näher an Produkt, Technik und Business — und weniger an Prozessen um der Prozesse willen.


No technical requirements, 30 minutes, first public delivery, target audience is agile coaches and agile leaders.

Basti Witsker

Head of Product & Coaching @ Spaceteams

Köln, Germany

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