Session

Das ludische Jahrzehnt beginnt jetzt - Was Teams von Spieleautor:innen lernen können

Wir erleben gerade einen fundamentalen Wandel in der Art, wie Teams und Organisationen funktionieren.

Künstliche Intelligenz verändert Wissensarbeit. Märkte verändern sich immer schneller. Teams arbeiten über Standorte, Zeitzonen und Organisationsgrenzen hinweg zusammen. Gleichzeitig sinkt in vielen Unternehmen die Wirksamkeit klassischer Steuerungsmechanismen: mehr Regeln, mehr Prozesse, mehr Kontrolle führen oft nicht zu mehr Anpassungsfähigkeit, sondern zu mehr Trägheit.

Vielleicht betrachten wir Teams und Organisationen noch immer durch die falsche Brille.

In dieser Session stelle ich die These auf, dass wir am Beginn eines ludischen Jahrzehnts stehen. Einer Zeit, in der die Denkwerkzeuge von Spieleautor:innen, Game Designer:innen und Systemgestalter:innen für Organisationen wichtiger werden als viele traditionelle Managementansätze.

Denn Spiele beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit Fragen, die heute im Zentrum moderner Teamentwicklung stehen:
- Wie entsteht freiwillige Beteiligung?
- Wie gelingt Zusammenarbeit unter Unsicherheit?
- Wie werden Menschen zu Mitgestaltenden statt zu Ausführenden?
- Wie schaffen Systeme Orientierung, ohne jeden Schritt vorzuschreiben?
- Wie entsteht Motivation, ohne ständig neue Anreizsysteme zu erfinden?

Während viele Organisationen versuchen, Menschen an ihre Prozesse anzupassen, gestalten Spiele ihre Systeme so, dass Menschen darin erfolgreich handeln können - und ein LEVEL UP erreichen.

Genau hier entsteht eine Parallele: Teams und Organisationen sind keine Maschinen, sie sind soziale Spielsysteme. Menschen interpretieren Regeln, entwickeln Strategien, bilden Allianzen, experimentieren, lernen und sie versuchen ständig herauszufinden, welches Spiel hier eigentlich gespielt wird. - Wir arbeiten mit einem Homo Ludens, dem spielenden Menschen!

In dieser Session werfen wir einen Blick auf zentrale Denkprinzipien des Game Designs und übertragen sie auf die Gestaltung von Teams. Wir betrachten Zusammenarbeit als Spielsystem, analysieren die Wirkung von Regeln, Rollen und Feedbackschleifen und diskutieren, warum viele Veränderungsvorhaben weniger an den Menschen als an schlecht gestalteten Spielregeln scheitern.

Die Teilnehmenden erhalten keine Sammlung neuer Methoden. Stattdessen lernen sie eine neue Denkweise kennen, die ihnen hilft, Teams, Organisationen und Veränderungsprozesse mit anderen Augen zu betrachten.

Denn vielleicht brauchen Teams nicht mehr Frameworks.
Vielleicht brauchen sie bessere Spielregeln.

Miriam Sasse

#LEVEL UP! - Lead Agile and Digital Transformation

Paderborn, Germany

Actions

Please note that Sessionize is not responsible for the accuracy or validity of the data provided by speakers. If you suspect this profile to be fake or spam, please let us know.

Jump to top