Session

Power Automate ist nicht die ganze Zukunft

Power Automate bleibt ein zentraler Baustein der Prozessautomatisierung. Doch nicht jede Ausnahme, jede unvollständige Information und jede situationsabhängige Entscheidung lässt sich sinnvoll in immer weitere Bedingungen und Verzweigungen übersetzen. Hier setzen KI-Agenten an: Sie erweitern das Arbeitsmodell rund um die klassische Automatisierung, statt sie zu ersetzen.

Diese Session zeigt, wie Menschen, Agenten und deterministische Flows in einem gemeinsamen System unterschiedliche Aufgaben übernehmen: Agenten ordnen unstrukturierte Informationen ein und bereiten Entscheidungen vor. Menschen setzen Grenzen, übernehmen Verantwortung und greifen bei Unsicherheit oder hoher Wirkung ein. Power Automate und APIs führen freigegebene Aktionen zuverlässig und nachvollziehbar aus.

Anhand eines praxisnahen Onboarding-Szenarios werden zwei Varianten verglichen: Ein Agent koordiniert fehlende Informationen und empfiehlt die nächsten Schritte, oder er erhält die Berechtigung, selbst Konten anzulegen und Zugriffsrechte zu vergeben. Obwohl beide Lösungen als „Onboarding-Agent" bezeichnet werden könnten, unterscheiden sie sich grundlegend hinsichtlich Risiko, Entscheidungsrechten und notwendiger Governance.

Die Teilnehmenden lernen vier Stufen der Entscheidungsdelegation kennen, von der reinen Assistenz bis zur begrenzten Autonomie. Außerdem erhalten sie ein konkretes Bewertungsmodell für Datenzugriff, mögliche Auswirkungen, Reversibilität und menschliche Kontrolle.

Die Session richtet sich an Maker, Entwicklerinnen und Entwickler, Prozessverantwortliche, Architektinnen und Architekten sowie Führungskräfte, die Power Automate und Agenten nicht als konkurrierende Technologien betrachten, sondern als Bestandteile eines steuerbaren und verantwortungsvoll betriebenen Automatisierungssystems.

Andreas Schlüter

Umsetzbarkeit statt Hype. KI, Prozesse und Führung in der Praxis.

Hamburg, Germany

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