Sanne Ziethen
Curriculums- und Studiengangsentwicklung, Projekt "aLaZukunft" (Agile Lehrarchitektur für Zukunftsthemen), Universität Hildesheim
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Dr. Sanne Ziethen ist Kultur- und Geschichtswissenschaftlerin sowie Hochschuldidaktikerin mit Schwerpunkt auf partizipativer Lehrentwicklung, Transfer von Lehrinnovationen und digital gestützter Hochschullehre. Nach dem Studium der Kulturwissenschaften und Ästhetischen Praxis an der Universität Hildesheim und der Promotion in Kultur- und Geschichtswissenschaften war sie zunächst im Projektmanagement tätig, bevor sie in Lehre und Hochschulentwicklung zurückkehrte. Am Institut für Geschichte der Universität Hildesheim konzipierte und erprobte sie zahlreiche innovative Lehr-/Lernformate und wurde dafür mit dem Preis für hervorragende Lehre 2020/2021 der Universität Hildesheim ausgezeichnet.
Eine zentrale Linie ihrer Arbeit ist die systematische Verankerung von Lehrinnovationen in Organisationen („Transfer“): Im Projekt Digital C@MPUS-le@rning (2021-2025) verantwortete sie Transferstrategien, didaktische Beratung und Support, OER-Entwicklung sowie Kommunikations- und Vernetzungsaktivitäten. Sie initiierte das partizipative Format le@rningLOTSEN, in dem qualifizierte Studierende als hochschuldidaktische Multiplikator*innen Lehrende beraten und erfolgreiche Lehr-/Lernformate in die Breite der Universität tragen. Im Projekt "aLaZukunft" (Agile Lehrarchitektur für Zukunftsthemen) verantwortet sie Curriculums- und Studiengangsentwicklung und Transfer.
Didaktisch verbindet sie kultur- und bildungswissenschaftliche Perspektiven mit Ansätzen des transformativen Lernens, der Kompetenzorientierung und der partizipativen Curriculum- und Lehrentwicklung. Ihre Weiterqualifikation als eTrainerin, eLearning-Beraterin und eTutorin (FernUniversität in Hagen) fundiert ihre Arbeit an digitalen und hybriden Lehr-/Lernsettings sowie offenen Bildungsressourcen (OER).
Dr. Ziethen engagiert sich überinstitutionell u. a. im Hochschulforum Digitalisierung (HFD), in Weiterqualifikationsprogrammen der Stiftung Innovation in der Hochschullehre sowie in der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik (DGHD; AG Transfer; AG Transformatives Lernen und Nachhaltigkeit). Ihre Arbeit zielt darauf, innovative Lehrpraxis, studentische Partizipation und organisationale Entwicklung systematisch zu verbinden und nachhaltig in Hochschulen zu verankern.
Innovative Studienganggestaltung: transdisziplinär, zukunftsfähig, agil
Die Welt ist im Wandel: Krisen und Herausforderungen häufen sich und wir – die Hochschulen – müssen unsere Studierende fit für die Zukunft machen, ihre Zukunftskompetenzen stärken, sie für Zukunftsthemen sensibilisieren und auf zukünftige Herausforderungen vorbereiten.
Doch sie schnelllebige Welt mutipler Krisen lässt sich nicht in starren, unflexiblen Curricula und Studiengangsakkreditierungspozessen abbilden. Eine agile und an aktuellen Themen ausgerichtete Studiengangsgestaltung kann aufgrund langwieriger bürokratischer Prozesse nicht funktionieren - oder doch?
Challenge accepted. Wir kreieren einen Masterstudiengang, dessen Thema, dessen Fachprofil leicht zu wechseln ist und der so akute Anforderungen und Interessen abbilden kann – der Zukunftsthemen adressieren kann, wenn sie aktuell sind! Unser Zukunftsmaster „Future Analytics“ ist der Versuch, genau dies zu erproben.
Innovation unter Druck verstetigen: Transfer-Checkliste für Hochschulen
Hochschulen stehen unter steigendem Transformations- und Innovationsdruck bei zugleich begrenzten Ressourcen. Die Wirksamkeit von Innovationen entscheidet sich dabei weniger an der Entwicklung neuer Konzepte als an deren nachhaltiger organisationaler Verankerung. Der Beitrag präsentiert die Transfer-Checkliste als Governance-Instrument, das Transfer systematisch über den gesamten Projektzyklus strukturiert. Das Instrument operationalisiert zentrale Dimensionen der Innovationsverstetigung (Transfergegenstände, Bereitstellung, Stakeholder, Projektteam) und klärt frühzeitig Verantwortlichkeiten, Ressourcen und Kommunikationsstrukturen. Zudem adressiert es implizite Governance-Faktoren (informelle Strukturen, organisationale Handlungsfreiräume, Transferkultur), die maßgeblich bestimmen, ob Projektergebnisse in Routinen überführt werden. Aufbauend auf der Erprobung in Lehrinnovationsprojekten wird Transfer als Beitrag organisationaler Resilienz von Hochschulen reflektiert.
"...und jetzt auch noch BNE?“ Konzepte transformativen Lernens - DGHD Mikrofortbildung
BNE, IDG, Future Skills, transformatives Lernen, VUCA-Welt…in hoher Taktzahl begegnen uns Konzepte und Schlagworte für zukunftsfähiges Lernen und Lehren. Nicht verwunderlich, dass der eine oder die andere innerlich aufstöhnt und sich eine Einschätzung wünscht: Wie orientiere ich mich in diesem Buzzword-Dschungel? Handelt es sich wirklich um neue Konzepte? Was sind Ähnlichkeiten und Unterschiede? Wie komme ich von der Theorie zur Umsetzung in meinem Fach und in meiner Lehre? Was will und was kann ich umsetzen?
In der Mikrofortbildung geben die Workshopleiter:innen eine überblicksartige Sondierung der Konzepte und arbeiten vor allem deren verbindenden Kern und ihr Potential für innovative und zukunftsfähige Hochschullehre heraus. Dabei stellen sie Möglichkeiten vor und begleiten die Teilnehmenden dabei, mindestens eine für ihre eigene Lehre auszuwählen und mitzunehmen.
Nach der Vorstellung von Methoden und hilfreicher Werkzeuge zur Umsetzung leiten Praxis- und Anwendungsbeispiele die Ideenfindungsphase des Workshops ein, in der die Teilnehmer:innen diskutieren, wie sie die vorgestellten Prinzipien in ihre eigene Lehre integrieren können.
Diese Mikrofortbildung findet statt in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Hochschuldidaktik DGHD.
95 Thesen reloaded - mit ChatGPT einen Aktionsplan schreiben
2025 steht vor der Tür! Das Zukunftspapier 2025, ein auf der HFDCon von der Community in 2022 erarbeitetes Papier mit 15 Forderungen für eine zukunftsfähige Kultur an Hochschulen, ist nach wie vor ein zahnloser Tiger. Die Zeit läuft ab, die Zukunft ist schon da. Heads Up: Es geht los!
Oft scheitert Wandel an mangelnden Handlungsoptionen, selbst wenn Veränderungswille besteht. Vor allem diejenigen wollen wir ermutigen, die meinen, wenig Handlungsspielräume zu besitzen.
Unter Zuhilfenahme des KI-Textgenerators ChatGPT wollen wir Aktionspläne erarbeiten, die jede/n in die Lage versetzen, konkret und direkt in Aktion treten zu können. Im Workshop entsteht ein interaktiver und digitaler Kompass, der den HFD-Showroom (https://showroom.hfd.digital/) ergänzt und Change auf verschiedenen Ebenen und durch unterschiedliche Akteure beschreibt.
Die Lektüre des Zukunftspapiers wird empfohlen. (https://s.gwdg.de/RD6DSj)
Transfer gestalten: Praxisimpulse für Lehr-Lern-Projekte
Transfer ist ein allbekanntes Buzzword aus Anträgen und Projekten – aber was macht ihn in der Praxis erfolgreich und planbar? Die praktische Umsetzung des Transfers wissenschaftlicher Erkenntnisse erweist sich als Herausforderung. Dies ist auf eine Vielzahl von Faktoren zurückzuführen, darunter die mangelnde Einbindung relevanter Stakeholder, begrenzte finanzielle und zeitliche Ressourcen für Transferaktivitäten sowie Personalwechsel und den damit verbundenen Wissensabfluss.
Damit das volle Potenzial von Projekten ausgeschöpft werden kann und die Erkenntnisse für Hochschulen erhalten bleiben, ist der Transfer von erfolgreichen Maßnahmen und Produkten aus Innovationsvorhaben jedoch unabdingbar. Aus diesem Grund haben wir als Projektkoordinator:innen und -mitarbeiter:innen aus Hochschulentwicklungsprojekten im Bereich Lehren und Lernen unterschiedlicher Hochschulen eine Transfer-Checkliste erarbeitet (Ziethen et al., im Druck). Basierend auf unseren praktischen Erfahrungen mit Chancen und Herausforderungen von Transferfragen in hochschulischen Lehrprojekten ist das Ziel dieser Checkliste, Orientierung zu bieten: Was kann und sollte von der Planung über die Umsetzung bis zum Abschluss von Projekten mit Blick auf Transfer berücksichtigt werden?
Ziel des Trainings ist es, die Teilnehmenden für die Herausforderungen des Transfers in Projekten zu sensibilisieren, Handlungsbedarfe rechtzeitig zu erkennen und notwendige Aktivitäten zu planen. Im Training lernen die Teilnehmenden, mithilfe der Checkliste [https://kurzelinks.de/transfer-checkliste] relevante Themenfelder in den verschiedenen Projektphasen zu adressieren. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich anhand praktischer Übungen mit relevanten Fragestellungen für Hochschulprojekte auseinanderzusetzen. Die Checkliste dient dabei nicht nur der theoretischen Analyse des Transfers, sondern ermöglicht auch dessen praktische Übertragung auf die individuellen Tätigkeitsfelder der Teilnehmenden in ihren Projekten.
Stabile Hülle, wechselnde Zukunftsthemen? Von Future Skills-Modellen zum curricularen Design
Hochschulen sollen Studierende auf dynamische und noch unbekannte Zukunftsprobleme vorbereiten, während Studiengänge zugleich stabil akkreditiert, fachlich anschlussfähig und organisatorisch verlässlich bleiben müssen. Daraus entsteht eine curriculare Grundspannung zwischen Stabilität und Wandel, Fachlichkeit und Transdisziplinarität sowie Ordnungslogik und Agilität.
Der Workshop stellt die Entwicklung des transdisziplinären Zukunftsmasters „Future Analytics“ vor, dessen zu akkreditierende Studiengangsstruktur („Hülle“) thematische Rotation ermöglichen soll. Kern ist ein Kompetenzmodell, das problembezogene fachliche epistemische Praktiken und transdisziplinäre Handlungsmodi gleichermaßen beschreibt. Teilnehmende prüfen dessen Tragfähigkeit an unterschiedlichen Zukunftsthemen und analysieren Spannungen zwischen Allgemeinheit und Spezifität. Ziel ist es, didaktische Designprinzipien für zukunftsoffene, curricular operationalisierbare Future-Skills-Modelle abzuleiten.
University:Future Festival 2025 /imagine Sessionize Event
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