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Cornelis Kater

Cornelis Kater

Leitung E-Learning Service; Open Source Bildungsinfrastruktur & Digitale Souveränität

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Leiter des Bereiches ZQS/E-Learning Service an der Leibniz Universität Hannover, Vorstand von Stud.IP e.V., Vertreter des Bündnis Open Source Bildungsinfrastruktur.

Selbstbestimmt digital: Was Hochschulen jetzt tun müssen

Open-Source-Software bildet das Rückgrat digitaler Lehre und ermöglicht die digitale Selbstbestimmtheit von Hochschulen. Noch funktioniert diese Infrastruktur, doch wir leben von der Substanz. Hochschulen investieren in Plugins und Features, aber es fehlt eine strategische Perspektive auf Basispflege der Software. Somit droht die künftige Abhängigkeit von großen Anbietern, erste Signale zeigen das deutlich.
Eine geplante Studie der Gesellschaft für Informatik macht dieses Strategie- und Investitionsdefizit empirisch sichtbar: Wer nutzt was, zu welchen Kosten? Und wer trägt die Entwicklung? Wir diskutieren Zwischenergebnisse und fragen, was es bedeutet, wenn Hochschulen die Selbstbestimmtheit über ihre Lehrinfrastruktur behalten wollen.
Das Panel verbindet Forschung, politische Einordnung, die Praxis kooperativer Entwicklung im OSDN und die wissenschaftliche Perspektive auf Souveränität.

/imagine: Hochschul-Kooperation: Software-Entwicklung für die Lehre

Wie können Hochschulen die Gestaltungsmacht über ihre digitale Lehrinfrastruktur behalten und diese gemeinsam weiterentwickeln? Aktuell zeigen Projekte wie Moodle, ILIAS, Stud.IP und OpenCast mit dem Projekt Open Source Development Network (OSDN), dass kooperative Softwareentwicklung im Bildungsbereich funktioniert.

Im OSDN entwickeln niedersächsische Hochschulen gemeinsam und koordiniert Software für die Hochschullehre. Durch gebündelte Ressourcen und geteilte Expertise entstehen Strukturen für die Weiterentwicklung von Open-Source-Software.

In diesem Workshop bringen wir Hochschulen, Projekte und Communities zusammen, die an ähnlichen Zielen arbeiten:

* Wie gewinnen und behalten Hochschulen Handlungsvollmacht über ihre digitale Infrastruktur?
* Welche Modelle für kooperative Softwareentwicklung haben sich bewährt?
* Wie können wir die Zusammenarbeit mit angrenzenden Communities (z.B. OER, Open Science, FOSS) stärken?
* Welche Organisationsformen eignen sich für eine dauerhafte, gemeinschaftliche Entwicklung von Open-Source-Software im Bildungsbereich?

Insbesondere im Kontext der zunehmenden Relevanz von KI-Anwendungen für die Hochschullehre erlangen diese Fragen eine noch größere Dringlichkeit.
Können Hochschulen und Open-Source-Communities eigene, an ihre Use Cases angepasste Software entwickeln und betreiben, ihre Handlungsvollmacht erhalten und ausbauen oder nimmt die Abhängigkeit von proprietären Anwendungen nur zu?

In verschiedenen Arbeitsformaten entwickeln die Teilnehmenden praktische Ansätze zur Vernetzung und erste Skizzen für eine langfristige Zusammenarbeit.
Das Ziel: Eine aktive Community, die Handlungsvollmacht von Hochschulen durch gemeinschaftliche Entwicklung gestaltet und stärkt.

Im Vorfeld dieses Workshops halten Cornelis Kater und Christian Friedrich einen Vortrag, in dem sie Details zum OSDN und seiner Wirkweise erläutern.

/imagine The Fully Licensed University

Willkommen in der neuen Fully Licensed University! Hier ist alles durchlizenziert, von der KI-gestützten Anwesenheitskontrolle bis zum intelligenten Raumverwaltungssystem.

Aber was bedeutet 'Fully Licensed' eigentlich für den Hochschulalltag? In unserem Gedankenexperiment erforschen Cornelis Kater und Christian Friedrich eine Welt, in der jeder digitale Prozess, jede Software und jede KI-Anwendung durch kommerzielle Lizenzen abgesichert ist. Premium-Features inklusive: Individualisierte Lernpfade (gegen Aufpreis), KI-optimierte Notenvergabe (Enterprise Edition) und automatisierte Beratungsgespräche (Pro-User-Subscription erforderlich).

Was zunächst nach einer effizienten Lösung klingt, führt zu überraschenden Erkenntnissen über digitale Abhängigkeiten, versteckte Kosten und die Frage, wer eigentlich die Kontrolle über unsere digitale Hochschulinfrastruktur hat sowie über ihre Zugänge bestimmt.

In diesem Vortrag untersuchen wir nicht nur die Verlockungen und Fallstricke einer durchlizenzierten Hochschule, sondern zeigen auch einen konkreten Gegenentwurf: Das Open Source Development Network (OSDN), ein einzigartiges Kooperationsprojekt niedersächsischer Hochschulen, das digitale Lehrinfrastruktur gemeinsam, professionell und selbstbestimmt gestaltet – von Lernplattformen und Lernmanagementsystemen über Videokonferenzen bis zur digitalen Prüfungsumgebung.

Politischer Nachmittag: Digitale und analoge Infrastruktur für die Hochschullehre im 21. Jahrhundert

Digitale und analoge Infrastruktur für die Hochschullehre im 21. Jahrhundert – unter dem Titel führen Prof. Dr. Marco Winkzer und PD Dr. Markus Deimann durch den politischen Nachmittag auf der ORCA.nrw-Bühne. In der Podiumsdiskussion wird es um IT-Infrastruktur, OER als Katalysator für eine Hochschule der Zukunft und Hochschullehre in analogen Räumen gehen.

Und sie arbeiten glücklich und agil im Verbundteam zusammen.

In unserer Diskussion mit Mitgliedern des Verbundprojekts Co³Learn setzen wir uns mit Fragen zu Wissenstransfer, Kommunikation und der agilen standortübergreifenden Zusammenarbeit auseinander. Es geht um das Erleben von Gemeinsamkeit, (neuem) agilem Arbeiten, einer Rückschau sowie Herausforderungen des klassischen Projektmanagements an Hochschulen im Vergleich zu innovativen und agilen Ansätzen. Die Leitfragen lauten: Wie kann das Team eines Verbundprojekts agil zusammenarbeiten und können die Erfahrungen auch auf den gesamten Hochschulkontext übertragen werden?
Diskutiert werden auch die Möglichkeiten zur Befähigung selbstorganisierter Teams, die Notwendigkeit von Präsenzzeiten und unterstützende digitalen Tools wie gather.town. Dazu gehört das Erleben von Gemeinsamkeit auf sozialer Ebene und als Mittel zum Wissenstransfer. Wir gehen auf die Teamentwicklung durch externe Unterstützung, Workshops und Schulungen ein und diskutieren die Notwendigkeit von Weiterbildung zu neuen Formen der Zusammenarbeit. Thematisch schließt die kollaborative Arbeit als Teil der Projektentwicklung auf inhaltlicher und organisatorischer Ebene an.
Des Weiteren diskutieren wir die Nutzung von agilen Events wie dem Daily und von geteilten Dokumenten für den Wissenstransfer zwischen Teamleitung, Team und studentischen Hilfskräften. Ziel ist es, gemeinsame Thesen und Fragen zu bearbeiten, auch im Hinblick auf die Herausforderungen, die die einzelnen Hochschulstrukturen darstellen. Abschließend sollen die Erfahrungen transparent in Empfehlungen und Weiterentwicklungen der Zusammenarbeit in Verbundprojekten transformiert werden.Die Teilnehmer*innen bestehen aus Projektleiter, zwei Mitarbeitenden und studentischen Hilfskräften.

Cornelis Kater

Leitung E-Learning Service; Open Source Bildungsinfrastruktur & Digitale Souveränität

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