Klaus Quibeldey-Cirkel

Klaus Quibeldey-Cirkel

IU Internationale Hochschule

Frankfurt am Main, Germany

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Professur für Informatik

Senior-Fellowship der DATEV-Stiftung Zukunft

Area of Expertise

  • Information & Communications Technology
  • Media & Information

Topics

  • audience response systems
  • higher education didactics
  • KI-Assistenten in Lehre und Studium

KI-gestützte Moderation von Q&A-Foren – Sentimentanalyse und Profanitätsdetektion auf frag.jetzt

Erleben Sie, wie KI sichere und inklusive digitale Lernräume schafft! Im Workshop stellen wir die Open-Source-Plattform frag.jetzt vor, die speziell für den Bildungsbereich entwickelt wurde. Mit Technologien wie Retrieval-Augmented Generation (RAG), Text Embedding, Sentimentanalyse und multilingualer Profanitätsdetektion bietet die Plattform innovative Lösungen für die Moderation von Q&A-Foren.

Ein zentraler Bestandteil der Plattform ist der Einsatz von RAG, um die Qualität und Nachvollziehbarkeit von KI-generierten Antworten zu verbessern. Durch die Einbindung externer Dokumente werden Halluzinationen vermieden und Antworten mit überprüfbaren Informationen angereichert.

Text Embedding ermöglicht es, Inhalte semantisch zu analysieren und thematisch zu gruppieren, was die Navigation in Foren erleichtert und Diskussionen strukturiert. Die Plattform unterstützt zudem eine kontextsensitive, mehrsprachige Profanitätsdetektion, die unangemessene Inhalte identifiziert, ohne dabei die Meinungsfreiheit einzuschränken.

Die Sentimentanalyse spielt eine Schlüsselrolle bei der Erkennung potenziell schädlicher Inhalte wie Mobbing oder Hassreden. Sie analysiert nicht nur toxische Sprache, sondern erkennt auch subtilere Formen negativer Kommunikation. Dies trägt dazu bei, ein respektvolles Diskussionsklima zu fördern und sichere digitale Räume zu schaffen.

Im Workshop lernen Sie praxisnah, wie diese Technologien zusammenwirken, um problematische Inhalte zu moderieren und gleichzeitig den Bildungsprozess zu unterstützen. Praktische Beispiele zeigen, wie Beiträge in Echtzeit analysiert, gefiltert und kategorisiert werden können. Zudem wird demonstriert, wie RAG hochgeladene Dokumente in Antworten integriert und so personalisierte Lerninhalte bereitgestellt werden.

Der Workshop richtet sich an Lehrkräfte, die sichere digitale Lernräume mit KI-Assistenz und Q&A-Foren in ihren Kursen einsetzen möchten.

KI-Assistenten in Lehre und Studium: datenschutzkonform und ohne Halluzinationen!

In diesem Training stellen wir das Assistenten-Feature von ChatGPT auf der Q&A-Plattform https://frag.jetzt vor. Sie lernen, wie Sie mithilfe von KI-Assistenten auf einfache Weise Abstracts, Fachglossare, Anki-Lernkarten, Mindmaps, Quiz- und Prüfungsfragen erstellen. Diese basieren auf kursspezifischen Materialien wie Skripten, Buchkapiteln, Folien, Bildern, Datensammlungen oder Mitschriften. Das Training konzentriert sich auf die »extraktive« Beantwortung von Fragen, d. h. die Antworten werden aus den bereitgestellten Inhalten generiert und mit Quellenangabe zitiert: »Retrieval-Augmented Generation«. Die RAG-Technik vermeidet Halluzinationen – irreführende oder falsche Informationen –, die bei generativen Sprachmodellen ohne Fachwissen auftreten können.

Die KI-Assistenten stehen Lehrenden und Studierenden auf frag.jetzt kostenlos zur Verfügung. Der Service ist anonym und erfordert keinen eigenen OpenAI-Account.

Good Practices: Interaktive Lehr- und Lernszenarien mit dem freien Q&A-Tool »frag.jetzt«

Die Web-App »frag.jetzt« (https://frag.jetzt) ist auf dem Weg, ein Standard-Interaktionstool in der Lehre zu werden: mehr als 1.900 registrierte Lehrende setzen sie in Zoom/BBB und in Präsenz ein. Rund 250.000 User haben bisher in 5.000 Räumen an verschiedenen Lehr- und Lernszenarien teilgenommen. Anhand der Raumaktivität (Anzahl Fragen und Konversationen, Bewertungen der Fragen und Antworten durch Lehrende und Teilnehmende, Kontroversität der Fragen, Vergabe von Bonuspunkten für gute Fragen) konnten wir alte und neue Praktiken ermitteln. Dazu gehören nicht nur das Q&A-Forum, sondern auch Live-Umfragen, Sammlungen von Prüfungsfragen, Repetitorien, Tutorien, Diskussions- und Erörterungsrunden und mehr.

Die Mikrofortbildung zu »frag.jetzt« wird die Nutzungsszenarien live vorstellen und den Teilnehmenden Gelegenheit geben, diese kollaborativ mit Laptop und Smartphone in den Rollen Dozent*in, Teilnehmer*in und Moderator*in zu erproben. Dabei gehen wir besonders auf die Alleinstellungsmerkmale von »frag.jetzt« ein: KI-basierte Textoptimierung durch Rückübersetzung mit DeepL (https://deepl.com), grammatische Stichwortextraktion aus allen Fragen und Konversationen eines Raumes mit spaCy (https://spacy.io/), MINT-Formatierung (Formeln und Syntax-Highlighting), Fragen-Radar für die Navigation zu den Hotspots im Q&A-Forum, Fragen-Fokus für die Beamer-Besprechung der Fragen, Autofokus für neue Fragen und Brainstorming mit Redundanzunterdrückung.

»frag.jetzt« ist wohl auch deshalb so beliebt, weil es neben seiner didaktischen Konzeption und Funktionalität open-source, datenschutzkonform, barrierefrei, uneingeschränkt kostenlos nutzbar und ein fortwährendes Projekt der Technischen Hochschule Mittelhessen ist. »frag.jetzt« ist der Q&A-Ableger des »ARSnova«-Projekts. Neben der Nutzung im Unterricht wird »frag.jetzt« auch in Indoor- und Outdoor-Veranstaltungen eingesetzt: für Elternabende, Teambesprechungen oder zur Moderation von Podiumsdiskussionen auf dem Marktplatz.

ChatGPT: der unermüdliche Q&A-Tutor auf frag.jetzt

ChatGPT hat in der Hochschuldidaktik für Furore und Aufsehen gesorgt: Der Chatbot schreibt plagiatsfreie Hausarbeiten zu jedem Thema, liefert in Echtzeit umfassende Antworten auf alle Wissensfragen und generiert Lehrmaterialien und Prüfungsfragen für jedes Studienfach.

Das spezialisierte Sprachmodell ChatGPT Codex wurde für die Generierung von Code trainiert. Es ist besonders hilfreich beim Erlernen der Programmierung, da es ein tiefes Verständnis der Syntax, Semantik und Konventionen aller gängigen Programmiersprachen besitzt. Codex kann Legacy-Code erklären, fehlerhaften Code debuggen und ausführbaren Code aus Kommentaren generieren und testen.

Wir haben ChatGPT und ChatGPT Codex als Antwort-Tool in die freie Q&A-Plattform frag.jetzt (https://frag.jetzt) integriert und damit bereits sehr positive Lehr- und Lernerfahrungen gemacht. Kommen Sie zum Vortrag und erleben Sie live, wie Sie den Chatbot als 24/7-Tutor und ChatGPT Codex als geduldigen Programmierhelfer in Ihren Lehrveranstaltungen einsetzen können.

Eine KI-generierte Themenwolke für frag.jetzt

Rückkanal-Tools, wie die Open-Source-Web-App "frag.jetzt" (https://frag.jetzt), haben dazu beigetragen, die digitale schwarze Wand in der Online-Lehre während der Corona-Semester zu durchbrechen: Die Erfahrung zeigt, dass sich die Studierenden im virtuellen Raum eher mit Fragen und Beiträgen beteiligen, wenn dies anonym geschieht. Im Laufe eines Online-Kurses können sich so schnell Hunderte von Fragen ansammeln, die im Nachhinein nur schwer zu überblicken sind. Hier hilft KI mit NLP (Natural Language Processing) den Überblick zu behalten: Die Substantive in den Texten werden grammatikalisch auf ihre Stellung im Satz analysiert und als Stichwörter dem Fragensteller oder der Fragestellerin zur thematischen Einordnung angeboten.

Wohl wissend, dass die Qualität eines anonymen Textes in Bezug auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Stil in der Regel gering ist, wird bei frag.jetzt der Text an die API des Online-Übersetzers deepl.com übermittelt und in eine Fremdsprache übersetzt, zum Beispiel Deutsch in Englisch. Die KI hinter DeepL bereinigt so gut wie alle sprachlichen Defizite perfekt. Die anschließende Rückübersetzung in die Ausgangssprache verwandelt einen schlecht geschriebenen Text erstaunlicherweise in einen formal korrekten und gut lesbaren, ohne den Inhalt zu verfälschen. Der so bereinigte Text wird an die NLP-Software spacy.io weitergegeben, um aus diesem die Substantive lemmatisiert als Stichwörter zu gewinnen. Das Ergebnis überzeugt: Wir erstellen aus den KI-basierten Stichwörtern aller Fragen eine Wortwolke, die wir in frag.jetzt treffend „Themenwolke“ nennen. Die Teilnehmenden des Workshops können die Thematisierung ihrer Beiträge live testen.

Unter Druck: Multiple-Choice-Fragen generieren und prüfen

Unter Druck entstehen Multiple-Choice-Fragen häufig „auf den letzten Drücker“ – mit Mehrdeutigkeiten, schwachen Distraktoren oder unpassendem Schwierigkeitsgrad. In diesem Lab bauen Lehrende und Studierende gemeinsam einen KI-gestützten, qualitätsgesicherten Prozess, der aus Kursmaterialien verlässliche Fragensets erzeugt und systematisch verbessert. Als Werkbank nutzen wir MC-Test: eine offene Webplattform, die anonym über ein Nobelpreis-Pseudonym funktioniert (ohne Account) und Generierung, Prüfung, Diagnostik und Export bündelt. MC-Test ist quelloffen (MIT-Lizenz) und als Webinstanz sofort nutzbar: https://mc-test.streamlit.app

Wir starten mit einem Blueprint (Lernziele, Topic, Bloom 1–3, typische Misskonzepte), erzeugen daraus 10–15 Items, prüfen sie mit klaren Kriterien (Eindeutigkeit, Plausibilität der Distraktoren, Materialbezug, Fairness) und entscheiden pro Item: behalten, überarbeiten oder verwerfen. Zum Schluss nutzen wir Fehlermuster zur Itemdiagnostik und exportieren optional nach Anki für Spaced Repetition.

Hybrid arbeiten wir in gemischten Gruppen (vor Ort/online) und teilen Ergebnisse in einer Galerie: zwei Top-Items, ein Qualitätsfund und eine konkrete Überarbeitungsregel.

Mitnehmen: Prompt-Vorlage, Qualitätscheckliste, geprüftes Mini-Fragenset optional mit Anki-Export.

University:Future Festival 2023 - Heads Up! Sessionize Event

April 2023 Berlin, Germany

University:Future Festival 2021 Sessionize Event

November 2021

Klaus Quibeldey-Cirkel

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Frankfurt am Main, Germany

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