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Clemens Möller

Clemens Möller

Biophysics Prof | Scientific Director @ IZL² | Academic Director @ Sustainability Studies (MSc)

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Clemens Möller ist Professor für Biophysik an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Leiter des Instituts für zukunftsfähiges Lehren und Lernen (IZL²) und Studiendekan des Masterprogramms Sustainability Studies.

Sein Schwerpunkt liegt auf der Gestaltung digitaler und nachhaltiger Transformation – wissenschaftlich fundiert, strategisch gedacht und praxisnah umgesetzt. In der Forschung entwickelt er biophysikalische Messverfahren und tierversuchsfreie Alternativmethoden zur Arzneimittel- und Lebensmittelsicherheit, mit besonderem Fokus auf die Erkennung von Nebenwirkungen und die Digitalisierung von Laborprozessen.

In der Lehre setzt er auf forschendes Lernen, Inverted-Classroom-Konzepte und digitale Lernräume. Sein Ziel: Studierende frühzeitig zum eigenständigen wissenschaftlichen Arbeiten zu befähigen und Hochschulen zukunftsfähig zu gestalten.

Clemens Möller engagiert sich für lebenslanges wissenschaftliches Lernen, hybride Studienmodelle und eine akademische Bildung, die Wissenschaft, systemisches Denken, Nachhaltigkeit und technologische Innovationen miteinander verbindet.

Alles unter einem Hut? Nachhaltigkeit und Future Skills

Relevante Bildungsangebote für die Herausforderungen der Zukunft schaffen und gleichzeitig den Bedürfnissen von Studierenden an eine moderne Lern- und Arbeitswelt gerecht werden: Seit dem Wintersemester 2024/2025 wird dies an der HS Albstadt-Sigmaringen in einem Pilotstudiengang erprobt. Der projektbasierte, interdisziplinäre Master “Sustainability Studies” legt neben der Bildung von zunehmend gefragten Nachhaltigkeitskompetenzen den Fokus auf die Förderung von weiteren, wichtigen Zukunftskompetenzen wie Problemlösungsfähigkeiten, Innovationskompetenz, Kreativität und digitale Kollaboration.

Dafür wurde das Studium sorgfältig konzipiert: Ein zentraler Ansatz ist der hohe Projektanteil im Studium, der eine praxisbezogene Forschungsausbildung sicherstellt. Dies geht zusammen mit einer hohen Flexibilität im Studium: Konkrete Lerninhalte werden in Ergänzung zur Projektarbeit größtenteils digital und somit orts- und zeitunabhängig erarbeitet. Gleichzeitig wird ein großer Wert auf den direkten Austausch gelegt. Hierfür dienen vor allem abends stattfindende Diskursformate. So wird auch Studierenden im Beruf oder mit anderweitigen Verpflichtungen ein Studium ermöglicht.

Weiterhin ist eine starke Individualisierung des Studiums möglich, da Studierende aus verschiedenen Fachbereichen und passend zum Projektfokus Wahlpflichtmodule wählen. Das fördert interdisziplinäre Diskurse, die in Anbetracht von Nachhaltigkeitskompetenz von großer Bedeutung sind. Die Wahlmöglichkeiten, auch hinsichtlich der Projektthemen, fördern außerdem die intrinsische Motivation der Studierenden. Auch die Prüfungsformen sind so konzipiert, dass Zukunftskompetenzen gefördert werden. Beispielsweise wird mit Portfolios gearbeitet, die die Reflektionsfähigkeit fördern und Bezug zu den Projektthemen herstellen.

Im Vortrag gehen wir auf wichtige Erkenntnisse aus der Studiengangsentwicklung und Zwischenevaluation ein und möchten unsere Erfahrungen mit verschiedenen Methoden mit Ihnen diskutieren.

Lighting Talks: Zeitgemäßes Prüfen

"Lasst die doch die Klausur selber schreiben!"
Harald Rau

Studierende entwerfen ihre eigene Klausur? Geht das? Vor allem dann, wenn man eigentlich denkt, Klausuren gehören auf den Misthaufen der Bildungsgeschichte? Es geht, es geht besser als Ihr alle denkt. Das Schöne dabei: Das Schreiben der Klausur am Ende ist nur das Sahnehäubchen (siehe unten). Denn gelernt wird bei und mit der Entwicklung von Fragen, im Diskurs um die richtige Formulierung guter Klausurfragen, im gegenseitigen Anspornen, die Frage noch genauer, noch zielgerichteter und noch mehr an den eigenen Lernanforderungen zu orientieren. Keine Angst - am Ende sind nicht alle begeistert von der Idee, und vielleicht will sich sogar eine Mehrheit in die gewohnte Heimat flüchten, in der Dozentinnen und Dozenten mehr oder weniger schwere Klausuraufgaben stellen, mehr oder weniger sinnvoll Wissen abfragen. Warum das so ist - Klausurfragen zu entwickeln ist anstrengend, mühsam, erfordert unzählige Iterationen und braucht am Ende auch den Dozenten oder die Dozentin. Denn bei allen Versuchen, das Format in die Realität zu überführen, hat sich gezeigt: Studierende überfordern sich, stellen weit kompliziertere (und komplexere) Klausuraufgaben, als es sich Lehrende trauen würden. Worum geht es: 1. wir alle glauben zu wissen wie Klausuren funktionieren. 2. Sie funktionieren hier auch - aber anders, denn die Rollen werden getauscht, Studierende finden "Ihre" Klausurfragen, diskutieren sie in der Gruppe und integrieren sie zu einer schlüssigen, zeitstrukturierten Arbeit. Heads Up! Eine super Lernerfahrung. Der Talk operiert nicht nur im Theoretischen - nein, es werden ganz praktische Erfahrungen geteilt. Denn wir haben es ausprobiert - und können berichten, was gelingen kann und wie man die Chance erhöht, dass es gelingt. Berichtet wird von einem sehr konkreten Beispiel, in dem eine Gruppe von 70 Studierenden damit konfrontiert war, ihre eigene Klausur zu entwickeln - um sie im Anschluss auch zu schreiben.

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"E-assessment for conceptual modeling in STEM subjects"
Erik Morawetz

I present a novel approach to E-Assessment in conceptual modeling to handle a variety of different diagram types. We aim to create an easy-to-use tool that compares a student’s submission to a model solution and gives grounded feedback. The tool should encourage teachers to build their own collections of digital exercises and motivate students to engage in self-study. We want to offer an accessible, versatile solution that allows for the broad inclusion of graphical submissions in E-assessment.

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"Kompetenzorientiertes Prüfen in der Cloud"
Josef Spillner

Eine kompetenzorientierte Prüfung lässt Rückschlüsse auf praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten zu, welche durch ein reines Frage-Antwort-Schema nicht in der selben Tiefe abgedeckt werden können. Eine Prüfung muss nun nicht zwingend vollständig kompetenzorientiert sein, es hat aber Vorteile wenn sie es zumindest aufgabenweise ist. Dies erfordert allerdings die teilweise Durchführung der Prüfung in einer Umgebung, welcher derjenigen, in welcher die Fähigkeiten von Relevanz sind, sehr nahekommt. Im Vortrag wird das exemplarisch und als Erfahrungsbericht mit einer Cloud-Umgebung besprochen. Diese Umgebung diente der Überprüfung von Cloud-Skills angehender Data Scientists in einer Open-Book-Prüfung. Die Umgebung musste also so konzipiert werden, dass sie einerseits Prüfungsbedingungen standhält, andererseits möglichst nah an das reelle digitale Umfeld von Data Scientists herankommt. Der Vortrag geht darauf ein, wie programmatische Individualisierung in einer solchen Umgebung hilft, die Balance zwischen Absicherung und Aktionsradius der Prüfungsteilnehmenden zu wahren, und geht auch auf das technische Setup ein, was es benötigt, um eine solche Prüfung im kleinen oder grösseren Rahmen vorzubereiten und durchzuführen.

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"Digitale Portfolioprüfungen in naturwissenschaftlichen Grundlagen"
Clemens Möller

Prüfungen in naturwissenschaftlichen Grundlagenfächern mit zahlreichen Teilnehmenden sind traditionell meist klausurzentriert. Wie können in zeitgemäßer Form nat.wiss. Kompetenzen geprüft werden, ohne Faktoren wie Stressresistenz in der Klausur überzugewichten? Im Rahmen einer Grundlagenvorlesung “Physik” wurden digitale Portfolio-Prüfungen eingeführt und erprobt. Erfahrungen mit dieser Prüfungsform aus Sicht des Dozenten, der Studierenden sowie aus rechtlicher Sicht werden berichtet.

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Micro-Credential in Sustainable Entrepreneurship – Upskilling Life Science Students at TU Berlin and
Martin Rahmel

The Chemical Invention Factory and the Centre for Entrepreneurship at TU Berlin have designed a new certificate programme, the Micro-Credential “Sustainable Entrepreneurship“. In the framework of a two-year pilot project, this new form of mini-degree programme will be offered to students of Chemistry-related Master programmes at TU Berlin. The development of the micro-credential is funded by the Stifterverband.

The micro-credential “Sustainable Entrepreneurship“ comprises 24 ECTS and includes courses on Venture Building, Green Chemistry, Data Analytics and Sustainability. Its aim is to increase students‘ entrepreneurial skills and innovative thinking and to enhance their chances in a fast changing world and job market.
Micro-credentials are a new form of mini-qualifications that demonstrate skills, knowledge, and/or experience in a given subject area. Also known as nano-degrees, micro-credentials tend to be narrower in range and smaller in scope than traditional qualifications like diplomas or degrees and often complement degree programmes. They are seen as important building blocks to lifelong learning and allow learners to personalise their career development, boost employability and expand their options on the job market. Micro-credentials have been recognized by the EU as a key component for lifelong learning and improved employability; the Council of the European Union therefore supports the Europe-wide development, standardization, implementation and recognition of micro-credentials.
The Micro-Credential “Sustainable Entrepreneurship“ for Chemistry students at TU Berlin was developed as a pilot project with the aim to later expand the approach to other life sciences and potentially other universities as well.

Clemens Möller

Biophysics Prof | Scientific Director @ IZL² | Academic Director @ Sustainability Studies (MSc)

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