Benno Löffler
Geschäftsführer Vollmer und Schffczyk GmbH
Stuttgart, Germany
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Dipl.-Ing. Benno Löffler ist Managing Director und geschäftsführender Partner von V&S (Vollmer & Scheffczyk), einer Beratung für Organisationsentwicklung und industrielle Wertschöpfung mit Standorten in Hannover und Stuttgart
Er studierte Maschinenbau an der Universität Stuttgart und bewahrte sich dabei stets ein tiefes Interesse an Systemtheorie und Philosophie. Früh erkannte er, dass Organisationen nicht kausal funktionieren – sondern komplexe soziale Systeme sind, die sich nicht linear steuern lassen. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich daher mit der Frage, wie wirtschaftlich relevante Probleme in Unternehmen wirksam und nachhaltig gelöst werden können.
Seine berufliche Laufbahn begann er als Projektleiter am Fraunhofer IPA, bevor er 1999 die traleon GmbH gründete. Seit 2005 prägt er als geschäftsführender Partner die strategische Ausrichtung von V&S. In seiner Arbeit verbindet er ökonomische Klarheit mit systemischem Denken und praktischer Umsetzungsstärke.
Im Zentrum steht dabei stets die Stärkung von Wertschöpfung, Innovationskraft und Zusammenarbeit. Die Denkmodelle und Methoden aus Lean, Agilität und Multiprojektmanagement fließen in seinen Beratungsansatz ein – jedoch nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeuge für echte Wirkung.
Mit seinem Buch „Saugute Zusammenarbeit“ erweitert er den Blick auf Führung und Organisation und zeigt, wie Unternehmen jenseits von Methodenroutine echte Energie, Verantwortung und Leistungsfähigkeit entwickeln können. Aktuell beschäftigt er sich zudem mit der sinnvollen Verbindung von Organisation, Führung und Künstlicher Intelligenz.
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit ist Benno Löffler als Speaker und Lehrbeauftragter an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen aktiv.
Area of Expertise
Topics
Die agile Falle
Wege aus der methodischen Oberflächlichkeit hin zu Wirkung.
Agile ist im Mainstream angekommen. Jeder ist dran. Irgendwie. So wie damals jeder
Lean gemacht hat. Aber bei den meisten Firmen nützt es wenig - oder es erzeugt
Zynismus in der Mannschaft. Was ist in den Firmen anders, bei denen wirkliche Beweg-
lichkeit herrscht – also dort, wo Mitarbeiter mit hoher Dynamik im Markt, im Auftrag,
im Projekt lustvoll und konstruktiv umgehen? „Mehr Methoden-Vorgaben“ ist der voll-
kommen falsche Denkansatz um echten Teamspirit zu erzeugen. Das hat inzwischen
fast jeder verstanden.
Aber was kann man tun, um Teamspirit – den schlafenden Riesen der Organisation –
aufzuwecken? Das werden wir uns anschauen.
Zero Innovation
... und wie engagiertes Management dazu (versehentlich) beiträgt
Innovation ist wichtig. Deshalb müssen wir an das Mindset der Leute ran. An die Kultur
auch. Und an die Innovations-Prozesse sowieso. Ist das so?
Firmen leiden im Wesentlichen an der Vermeidung von Risiken – um fast jeden Preis.
„Ausprobieren“ ist unprofessionell. Innovation muss gemanaged werden. Am besten ab-
gesichert. Aber das ist mindestens naiv. Meistens schädlich. Innovation braucht neben
Ressourcen auch etwas, das wir „InTeamSphäre“ nennen. Viele Firmen kennen das: Ein
paar engagierte Leute „machen heimlich cooles Zeug“. Heimlich. Im U-Boot. Warum?
Ganz einfach: Weil sie sonst nicht in Würde scheitern könnten. Sie können keine krassen
Kursänderungen von jetzt auf gleich machen. Ihnen wird „normales Management“ aufge-
nötigt: ein Budget – obwohl sie keine Ahnung haben, ob die Idee überhaupt funktioniert.
Ein Zeitplan – obwohl sie jeden Tag etwas Neues lernen und den Weg verändern
(müssen). Und jede Woche eine Rechtfertigungsorgie, die Kraft raubt und demotiviert
Was kann Management also tun? Und was muss es sein lassen? Das schauen wir uns an.
#saugutezusammenarbeit
Warum Wettbewerbskraft in wilden Märkten wenig mit Prozessen zu tun hat …
„Prozesse sind wichtig. Man muss die Leute halt abholen und mitnehmen.“ Bei solchen
Sätzen muss ich immer an finstere Männer in langen dunklen Ledermänteln vor 80
Jahren denken. Wenn Du abgeholt und mitgenommen wirst, dann liegt Dein Schicksal in
den Händen anderer Leute. Wer abgeholt und mitgenommen wird, der hat keine Wahl.
Dann wird jede Outlook-Einladung zur faktischen Vorladung. Die Macht legt ihren langen
Schatten über die Organisation. Jeder tut, was man ihm sagt. Prozesse sind dann nur ein
weiteres Element, die Einschränkung von Bewegungsfreiheit zur Lösung wirtschaftlicher
Sorgen zu nutzen. Wenn die Wertschöpfung wild wird – also zunehmend kundenindividu-
ell ohne vorgedachte Kombinatorik – braucht es Menschen mit guten Ideen im Angesicht
herausfordernder Überraschungen. Das braucht größere Freiheitsgrade und Verantwor-
tung. Insbesondere tief in der Wertschöpfung. Denn dort wird der Kunde individuell ver-
grätzt oder begeistert. Das spricht nicht gegen Prozesse.
Allerdings müssen Menschen die Prozesse überstimmen dürfen – nicht umgekehrt.
Das ist der springende Punkt.
Wellenreiter
Wie manche Firmen Konjunkturzyklen nutzen.
Die Konjunkturwellen werden größer. Nicht in jeder Branche – aber in vielen. Tiefes, ge-
sundes Ein- und Ausatmen wird also immer wichtiger. Existenziell. Das Problem kann man
als rein betriebswirtschaftliches interpretieren. Also kostenflexible Nutzung externer
Ressourcen. Aber wie kann man das so denken und machen, dass es wirklich schnell
genug in beide Richtungen skaliert?
Gleichzeitig kann man beobachten, dass die meisten Firmen in Produktivität und Enga-
gement abstürzen, wenn erst mal „Scheißstimmung“ da ist. Darüber hinaus fallen viele
Führungsteams in eher unoriginelle, alte Lösungen, sobald der Markt einknickt.
Das mag auch daran liegen, dass bereits ein kleines Maß an Panik die höheren Ebenen
der Kognition lahmlegt. Es wird also zu spät gemeinsam nachgedacht. Und schließlich
gibt es Firmen, die gerade in der Krise 2009 Kultur weiter entwickelt und Innovation nach
vorne gebracht haben. Mit einer erstaunlichen Offenheit der Mannschaft gegenüber.
Es geht also um Flexibilität, Produktivität, Finanzen, Kultur, Innovation.
Aber eben anders gedacht und besser gemacht.
KI – keine Idiotie…
KI ist ein Hype. KI wird die Arbeitswelt verändern. KI ist gefährlich. Stimmt alles. Aber eben auch: KI ist die größte Chance für Deutschland und den
Mittelstand, wieder wettbewerbsfähig zu werden. Wer das ignoriert, wird nicht von KI ersetzt – sondern von Firmen, die KI nutzen. Und das sind nicht nur
die üblichen Tech-Giganten aus dem Silicon Valley. Das sind die Nachbarn im Gewerbegebiet, die gerade leise anfangen, ihre Angebotsprozesse zu
automatisieren, während andere noch über Datenschutz-Bedenken diskutieren. Was lohnt es sich anzuschauen? Welche Arbeit kann wie automatisiert werden?
Was können heutige Modelle und Agenten schon? Die Aktien der Software-Firmen rund um den Globus fallen. Denn jeder sieht: ALLE Firmen werden zu Software-Produzenten und zu Automatisierungs-Gurus in der Wissensarbeit werden… Ganz ohne Programmierer. Welche Kompetenzen werden gebraucht – und welche Durchbrüche sind vorstellbar und machbar?
Wer sich intensiv mit diesen Themen beschäftigt, für den gehen Türen auf, die vorher wie Mauern aussahen. Das schauen wir uns an.
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